Digitalisierung in Steuerkanzleien – Pflicht? 

Sucht man bei Google nach dem Wort „Digitalisierung“ erhält man rund 1,9 Milliarden Ergebnisse. Dies ist ein Zeichen dafür, dass man sich immer mehr damit beschäftigt bzw. dass wir uns damit beschäftigen müssen.

„Die Digitalisierung steht für die umfassende Vernetzung aller Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Fähigkeit, relevante Informationen zu sammeln, zu analysieren und in Handlungen umzusetzen. Die Veränderungen bringen Vorteile und Chancen, aber sie schaffen auch ganz neue Herausforderungen.“ – Mit dieser Definition für Digitalisierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wird deutlich, dass es durch Digitalisierung zu Veränderungen kommt. Diese Veränderungen betreffen auch die steuerberatenden Berufsbilder. Laut § 4 Abs. 1 der Berufsordnung der Steuerberater sind Berufsträger in der Verpflichtung „die für eine gewissenhafte Berufsausübung erforderlichen fachlichen, personellen und sonstigen organisatorischen Voraussetzungen zu gewährleisten“. Angesichts der immer weiter fortschreitenden Entwicklung der Anforderungen durch die Digitalisierung sind Steuerberater also verpflichtet Maßnahmen zu ergreifen, um weiterhin zukunftssicher agieren zu können.  

Auch die meistgenutzte Software-Lösung der steuerberatenden Kanzleien DATEV eG beschäftigt sich schon sehr lange mit dem Thema Digitalisierung. Die Bedeutung der Digitalisierung für die steuerberatenden Berufe betrifft laut DATEV hierbei unter andrem:  

  • Qualitätssicherung durch einheitliche Arbeitsweisen 
  • Vermeidung von Informationsverlust 
  • Vermeidung von Doppelarbeiten 
  • Effizientere Kontrollmechanismen 
  • Verringerung von Haftungsrisiken 
  • Erleichterung bei Einarbeitung neuer Mitarbeiter 
  • Senkung der Prozesskosten  
  • Standardisierung von Arbeitsprozessen 

Für Steuerkanzleien, die sich aktiv mit dem Thema der Digitalisierung der Dienstleistungsprozesse auseinandersetzen und bestimmte Kriterien erfüllen, vergibt die DATEV seit März 2019 das Label „Digitale Kanzlei“. Zum Beispiel mussten für das Jahr 2021 mindestens 70% der Bankbewegungen digital abrufbar sein und 40% der Mandanten digitale Belege in der Finanzbuchführung haben.  

Auch wir als Kanzlei Wolf & Wolf wurden zum wiederholten Mal als „Digitale Kanzlei“ im Jahr 2022 ausgezeichnet. 

Was bedeutet das für uns als Kanzlei? – Wir beschäftigen uns jeden Tag aufs Neue damit, wie wir durch die Digitalisierung Chancen erkennen und nutzen können. Wir sehen uns und unsere Mandanten in der Pflicht nicht „stehen zu bleiben“, sondern digitale Lösungen effizient für uns als Kanzlei, doch vor allem auch für den Mandanten einzusetzen. Sei es durch digitale Kommunikation, Schnittstellen in der Rechnungsschreibung oder durch die Kommunikation zu Institutionen wie dem Finanzamt.  

Welche Möglichkeiten wir für die digitale Zusammenarbeit mit unseren Mandanten nutzen und wie wir uns zum Thema Digitalisierung stätig weiterbilden können Sie in unseren nächsten Beiträgen erfahren! 

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